4 Ergebnisse - Ernährung in der Schwangerschaft (und Stillzeit)

Im Jahr 2022 fanden in 9 Bundesländern Workshops zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft (und Stillzeit)“ statt. Insgesamt wurden 233 Workshops durchgeführt, an denen 1.705 Personen (davon 68 Begleitpersonen) teilnahmen. 663 Personen füllten den Fragebogen zur Evaluierung des Workshops aus.

Die Workshops fanden zwischen dem 08.01.2022 und dem 21.12.2022 mit insgesamt 115 unterschiedlichen Trainer:innen österreichweit statt.

Tabelle 4.1: Teilnahme an den Workshops
Bundesland Anzahl Workshops Anzahl Besucher:innen Ø Anzahl Besucher:innen pro Workshop Anzahl Trainer:innen
Österreich 233 1.705 7 115
Wien 20 95 5 8
Niederösterreich 13 89 7 13
Burgenland 3 17 6 5
Oberösterreich 20 184 9 18
Salzburg 46 443 10 8
Tirol 9 77 9 5
Vorarlberg 10 85 8 1
Steiermark 98 602 6 40
Kärnten 14 113 8 10

4.1 Beschreibung der Teilnehmer:innen

4.1.1 Besucherstatus

Von den 663 Befragten waren 93,1 % Schwangere und 2,9 % Partner; 4,1 % der Teilnehmer:innen gaben an als Interessierte am Workshop teilgenommen zu haben (Stillende (14), Mutter (6), Schwester der Schwangeren (sie war verhindert) (1)).

Die meisten Teilnehmer:innen konnten in den Bundesländern Steiermark (n = 231) und Salzburg (n = 161) gezählt werden.

Tabelle 4.2: Besucherstatus
Bundesland n Schwangere [%] Partner [%] Interessierte [%]
Österreich 663 93,1 2,9 4,1
Wien 51 96,1 3,9 0,0
Niederösterreich 52 82,7 0,0 17,3
Burgenland 5 80,0 0,0 20,0
Oberösterreich 95 84,2 10,5 5,3
Salzburg 161 99,4 0,6 0,0
Tirol 30 86,7 0,0 13,3
Steiermark 231 97,0 0,9 2,2
Kärnten 38 81,6 10,5 7,9

Bei Alter, Größe, Gewicht und BMI wurden nur die Angaben der schwangeren Teilnehmerinnen für die Auswertung herangezogen.

4.1.2 Alter

Das mittlere Alter der schwangeren Teilnehmerinnen lag bei 31,6 ± 4,0 Jahren (MW ± SD; MD =  31). Die jüngste Schwangere war 21 Jahre und die älteste 44 Jahre alt.

Tabelle 4.3: Alter der schwangeren Teilnehmerinnen in Jahren
Bundesland n (missing) MW ± SD (MD) Min – Max
Österreich 617 (0) 31,6 ± 4 (31) 21 – 44
Wien 49 (0) 32,5 ± 4 (33) 22 – 41
Niederösterreich 43 (0) 32,2 ± 4 (32) 23 – 44
Burgenland 4 (0) 29,5 ± 1,3 (29,5) 28 – 31
Oberösterreich 80 (0) 30,8 ± 3,6 (30,5) 21 – 41
Salzburg 160 (0) 31,6 ± 3,8 (32) 22 – 42
Tirol 26 (0) 31 ± 3 (31) 26 – 37
Steiermark 224 (0) 31,7 ± 4,4 (31) 22 – 43
Kärnten 31 (0) 31,3 ± 4,1 (31) 23 – 40

4.1.3 Größe

Die mittlere Größe der Teilnehmerinnen betrug 167 ± 6 Zentimeter (MW ± SD; MD =  167) mit einer Körpergröße von mindestens 150 Zentimeter und höchstens 188 Zentimeter (n =  611, missing =  6).

4.1.4 Schwangerschaftswoche

Die Teilnehmerinnen befanden sich im Mittel in der 21. Schwangerschaftswoche (± 8,6 SD; MD = 20). Die Bandbreite lag dabei zwischen der 5. und der 40. Schwangerschaftswoche.

Tabelle 4.4: Schwangerschaftswoche der Teilnehmerinnen
Bundesland n (missing) MW ± SD (MD) Min – Max
Österreich 617 (0) 21,4 ± 8,6 (20) 5 – 40
Wien 49 (0) 18,7 ± 8,5 (17) 7 – 40
Niederösterreich 43 (0) 21,4 ± 8,7 (20) 9 – 37
Burgenland 4 (0) 12,5 ± 3,1 (12,5) 9 – 16
Oberösterreich 80 (0) 19,2 ± 8 (17) 6 – 39
Salzburg 160 (0) 19,9 ± 6,9 (20) 6 – 36
Tirol 26 (0) 20,3 ± 8,3 (19) 7 – 40
Steiermark 224 (0) 24,2 ± 9,1 (27) 5 – 39
Kärnten 31 (0) 21 ± 9,7 (19) 7 – 37

4.1.5 Gewicht (derzeitiges und vor der Schwangerschaft)

Das zum Zeitpunkt des Workshops angegebene mittlere Gewicht der Teilnehmerinnen lag bei 70,6 ± 14,8 kg (MW ± SD; MD = 68). Das Gewicht betrug mindestens 44 kg und höchstens 178,2 kg (n = 610, missing = 7).

Das mittlere Gewicht vor der Schwangerschaft lag bei 65,8 ± 14,1 kg (MW ± SD; MD = 63), mit einem Minimalgewicht von 42 kg und einem Maximalgewicht von 166 kg (n = 611, missing = 6).

Unter Berücksichtigung der Schwangerschaftswoche ergab sich für die Teilnehmerinnen folgender Gewichtsverlauf; Gewichtszunahme und Schwangerschaftswoche korrelieren dabei hochsignifikant positiv.

Gewichtszunahme (n = 608)

Abbildung 4.1: Gewichtszunahme (n = 608)

4.1.6 BMI vor der Schwangerschaft

Der errechnete mittlere BMI (Body Mass Index) der Teilnehmerinnen vor der Schwangerschaft lag bei 23,48 ± 4,8 (MW ± SD; MD = 22,39), mit einem BMI von mindestens 15,79 und einem BMI von höchstens 64,04 (n = 607, missing = 10).

Der Großteil der 607 Teilnehmerinnen (68,9 %) wies vor der Schwangerschaft laut BMI Klassifikation1 Normalgewicht (BMI von 18,50 bis 24,99) auf. 5,7 % der Befragten waren der Kategorie Untergewicht (BMI kleiner 18,50) zuzuordnen. Laut BMI hatten 15,1 % der Teilnehmerinnen vor der Schwangerschaft Übergewicht (BMI von 25,00 bis 29,99) und 8,8 % Adipositas (Fettsucht) (BMI ab 30,00) (k. A. = 1,6 %).

BMI vor der Schwangerschaft (n = 607)

Abbildung 4.2: BMI vor der Schwangerschaft (n = 607)

4.1.7 Staatsangehörigkeit

Von den 663 Teilnehmer:innen gaben 89,6 % an, eine österreichische Staatsbürgerschaft und 10,4 % eine andere Staatsbürgerschaft als die österreichische2 zu haben. Die Personen mit einer anderen Staatsbürgerschaft kamen (wenn angegeben) mehrheitlich aus Deutschland. In Wien wurden mit 21,6 % die meisten Angaben zu einer anderen Staatsangehörigkeit angeführt, gefolgt von Kärnten mit 21,1 %.

Staatsangehörigkeit (Bundesländervergleich)

Abbildung 4.3: Staatsangehörigkeit (Bundesländervergleich)

4.1.8 Höchste abgeschlossene Ausbildung

62,1 % der befragten Evaluierungsteilnehmer:innen hatten einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss. 19,8 % der Teilnehmer:innen gaben an, eine berufsbildende oder allgemeinbildende höhere Schule (BHS/AHS) und 9,7 % eine Lehre absolviert zu haben. Einen Abschluss einer berufsbildenden mittleren Schule (Fachschule, Handelsschule, etc.) hatten 5,1 % der Befragten und eine Lehre mit Matura hatten 2,9 % abgeschlossen. 3 Teilnehmer:innen besaßen einen Pflichtschulabschluss ohne Lehre. Keine/r der Teilnehmer:innen hatte keinen Pflichtschulabschluss.

Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass in Burgenland der Anteil jener Personen mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss am höchsten (80,0 %) und in Tirol am geringsten (46,7 %) war. Das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Teilnehmer:innen mit Lehre war Steiermark (11,7 %). Der Anteil an Teilnehmer:innen, welche eine berufsbildende höhere Schule bzw. allgemeinbildende höhere Schule besucht hatten, reichte von 13,7 % in Oberösterreich bis zu 33,3 % in Tirol. Das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Teilnehmer:innen mit einer Lehre mit Matura war Oberösterreich (4,2 %). In Oberösterreich war der Anteil an Teilnehmer:innen mit einer berufsbildenden mittleren Schule am höchsten (8,4 %).

Höchste abgeschlossene Schulausbildung (Bundesländervergleich)

Abbildung 4.4: Höchste abgeschlossene Schulausbildung (Bundesländervergleich)

4.1.9 Versicherungsträger

Auf die Frage nach dem zuständigen Versicherungsträger nannten 74,6 % der 662 Teilnehmer:innen (missing = 1) die ÖGK. Bei der BVAEB waren 18,1 % der Befragten versichert. 4,2 % gaben an, bei der SVS versichert zu sein. 3,1 % der Befragten nannten andere Versicherungsträger3.

Versicherungsträger (n = 662) (Mehrfachnennungen)

Abbildung 4.5: Versicherungsträger (n = 662) (Mehrfachnennungen)

4.2 Fragen zur Schwangerschaft und zum Stillen

4.2.1 Anzahl der Schwangerschaften

Für 89,0 % der insgesamt 617 schwangeren Teilnehmerinnen handelte es sich zum Zeitpunkt des Workshops um ihre erste Schwangerschaft, für 9,4 % um die zweite Schwangerschaft, für 1,5 % um die dritte Schwangerschaft und für 0,2 % um die vierte Schwangerschaft.

4.2.2 Absicht zu stillen

Die Frage „Haben Sie vor zu stillen?" beantworteten 97,9 % der befragten Personen mit „Ja“, 2,1 % der Personen gaben an, dass sie nicht vorhaben ihr Kind zu stillen. In allen Bundesländern äußerte der überwiegende Anteil der befragten Teilnehmer:innen die Absicht, ihr Kind stillen zu wollen (≥ 93,5 %).

4.3 Sicherung der Qualität der Maßnahme während der Umsetzung (Zufriedenheitsbewertung)

4.3.1 Werbung für den Workshop (Mehrfachnennungen)

Von den 662 (schwangeren bzw. interessierten) befragten Personen (missing = 1) führten 21,1 % an, dass sie von Familie bzw. Freund:innen über den Workshop informiert wurden. Von ihrem Gynäkologen bzw. ihrer Gynäkologin wurden 20,4 % der Personen über diesen Workshop informiert. 18,9 % gaben die Homepage der ÖGK und 12,7 % das ÖGK Ambulatorium, das Gesundheitszentrum bzw. die MuKiPa-Stelle als Informationsquelle an. 9,8 % erfuhren über Facebook, 8,6 % über die Homepage http://www.richtigessenvonanfangan.at und 6,2 % über andere Internetseiten4 vom Workshop. 2,9 % gaben Aussendungen der ÖGK und 1,5 % die Zeitschrift ÖGK als Informationsquelle an. 0,6 % erfuhren über ihre/n Allgemeinmediziner:in und 0,5 % über die Apotheke vom Workshop. Darüber hinaus gaben 21,1 % der Teilnehmer:innen an, den Workshop über „sonstige“ Informationsquellen5 gefunden zu haben.

Tabelle 4.5: Werbung für den Workshop (Mehrfachnennungen)
Werbung (Angaben in %) Ö W B S T ST K
ÖGK Ambulatorium/ Gesundheitszentrum/MuKiPa Stelle 12,7 11,8 5,8 0 9,6 9,9 3,3 17,3 23,7
Gynäkologin/Gynäkologe 20,4 7,8 1,9 40 31,9 30,4 6,7 14,3 36,8
Apotheke 0,5 2,0 1,9 0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,6
Allgemeinmediziner:in 0,6 0,0 0,0 0 0,0 0,6 6,7 0,4 0,0
Homepage ÖGK 18,9 29,4 15,4 40 29,8 16,1 10,0 14,7 23,7
Facebook 9,8 3,9 13,5 0 19,1 12,4 23,3 3,9 5,3
http://www.richtigessenvonanfangan.at 8,6 19,6 17,3 0 7,4 5,6 0,0 7,4 13,2
andere Internetseite 6,2 13,7 3,8 0 5,3 8,7 3,3 4,8 2,6
Zeitschrift ÖGK 1,5 5,9 1,9 0 0,0 0,6 3,3 0,9 5,3
Aussendung ÖGK 2,9 0,0 7,7 0 4,3 1,9 13,3 1,7 0,0
Familie/Freund:innen 21,1 15,7 32,7 20 9,6 23,6 16,7 22,9 23,7
Sonstige 21,1 11,8 13,5 0 8,5 13,7 16,7 36,4 21,1

4.3.2 Zufriedenheit mit dem Workshop

Bei der Evaluierung der Zufriedenheit der Teilnehmeri:nnen mit dem Workshop wurde zwischen der Zufriedenheit mit dem organisatorischen Ablauf (Anmeldemodalitäten, zeitlicher Ablauf, …), den Trainer:innen, den gebotenen Inhalten und der Zufriedenheit insgesamt mit dem Workshop unterschieden.

Die Evaluationsteilnehmer:innen gaben an, mit dem organisatorischen Ablauf der Workshops zufrieden (93,8 %) oder eher zufrieden (4,7 %) zu sein; 1,1 % waren eher nicht zufrieden und 0,2 % waren nicht zufrieden (k.A. = 0,3 %).

Der Großteil der befragten Personen war mit den Trainer:innen zufrieden (92,6 %); 6,2 % gaben an, mit den Trainer:innen eher zufrieden zu sein. 0,8 % waren eher nicht zufrieden und 0,3 % waren nicht zufrieden (k.A. = 0,2 %).

Die Inhalte des Ernährungsworkshops wurden von 86,7 % der Teilnehmer:innen als zufriedenstellend und von 11,5 % als eher zufriedenstellend bewertet. 1,5 % mit den Inhalten eher nicht zufrieden und 0,2 % waren nicht zufrieden (k.A. = 0,2 %).

Der Großteil der Teilnehmer:innen zeigte sich mit dem Ernährungsworkshop insgesamt zufrieden (89,3 %); 9,0 % der Teilnehmer:innen teilten mit, eher zufrieden gewesen zu sein. Insgesamt waren 1,6 % eher nicht zufrieden oder nicht zufrieden (k.A. = 0,2 %).

Zufriedenheit der Teilnehmer:innen mit dem Workshop (n = 663)

Abbildung 4.6: Zufriedenheit der Teilnehmer:innen mit dem Workshop (n = 663)

Im Bundesländervergleich hat Burgenland mit 100 % den höchsten Anteil der Teilnehmer:innen, die mit dem organisatorischen Ablauf zufrieden waren.

Tabelle 4.6: Zufriedenheit mit dem organisatorischen Ablauf der Workshops
Bundesland n zufrieden [%] eher zufrieden [%] eher nicht zufrieden [%] nicht zufrieden [%] keine Angabe [%]
Österreich 663 93,8 4,7 1,1 0,2 0,3
Wien 51 96,1 3,9 0,0 0,0 0,0
Niederösterreich 52 98,1 1,9 0,0 0,0 0,0
Burgenland 5 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Oberösterreich 95 89,5 6,3 2,1 0,0 2,1
Salzburg 161 91,3 7,5 1,2 0,0 0,0
Tirol 30 90,0 10,0 0,0 0,0 0,0
Steiermark 231 96,5 2,6 0,4 0,4 0,0
Kärnten 38 92,1 2,6 5,3 0,0 0,0

Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass in Niederösterreich und Burgenland alle Personen (100 %) mit dem/der Trainer:in zufrieden waren.

Tabelle 4.7: Zufriedenheit mit den Trainer:innen
Bundesland n zufrieden [%] eher zufrieden [%] eher nicht zufrieden [%] nicht zufrieden [%] keine Angabe [%]
Österreich 663 92,6 6,2 0,8 0,3 0,2
Wien 51 92,2 7,8 0,0 0,0 0,0
Niederösterreich 52 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Burgenland 5 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Oberösterreich 95 94,7 3,2 1,1 0,0 1,1
Salzburg 161 87,0 11,8 0,6 0,6 0,0
Tirol 30 83,3 16,7 0,0 0,0 0,0
Steiermark 231 95,7 3,0 1,3 0,0 0,0
Kärnten 38 89,5 7,9 0,0 2,6 0,0

In Burgenland waren im Vergleich zu den übrigen Bundesländern alle Personen (100,0 %) mit den Workshop-Inhalten zufrieden. Tirol lag mit 76,7 % am weitesten unter dem Österreichdurchschnitt von 86,7 %.

Tabelle 4.8: Zufriedenheit mit den Inhalten des Workshops
Bundesland n zufrieden [%] eher zufrieden [%] eher nicht zufrieden [%] nicht zufrieden [%] keine Angabe [%]
Österreich 663 86,7 11,5 1,5 0,2 0,2
Wien 51 90,2 9,8 0,0 0,0 0,0
Niederösterreich 52 92,3 7,7 0,0 0,0 0,0
Burgenland 5 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Oberösterreich 95 88,4 9,5 1,1 0,0 1,1
Salzburg 161 82,0 15,5 2,5 0,0 0,0
Tirol 30 76,7 20,0 3,3 0,0 0,0
Steiermark 231 88,3 10,0 1,7 0,0 0,0
Kärnten 38 86,8 10,5 0,0 2,6 0,0

Im Vergleich zu den übrigen Bundesländern zeigt das Burgenland mit einem Anteil von 100 % der Teilnehmer:innen die höchste Zufriedenheit mit dem Workshop insgesamt, gefolgt von Niederösterreich mit 96,2 % und Wien mit 96,1 %.

Tabelle 4.9: Zufriedenheit mit dem Workshop insgesamt
Bundesland n zufrieden [%] eher zufrieden [%] eher nicht zufrieden [%] nicht zufrieden [%] keine Angabe [%]
Österreich 663 89,3 9,0 1,4 0,2 0,2
Wien 51 96,1 3,9 0,0 0,0 0,0
Niederösterreich 52 96,2 3,8 0,0 0,0 0,0
Burgenland 5 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Oberösterreich 95 90,5 7,4 1,1 0,0 1,1
Salzburg 161 84,5 13,0 2,5 0,0 0,0
Tirol 30 76,7 20,0 3,3 0,0 0,0
Steiermark 231 90,9 7,8 1,3 0,0 0,0
Kärnten 38 86,8 10,5 0,0 2,6 0,0

4.4 Anwendbarkeit der vermittelten Inhalte im Lebensalltag

4.4.1 Praxisnahe Tipps zur Umsetzung der Ernährungsempfehlungen im Alltag

Der Workshop enthielt für die 663 Teilnehmer:innen viele praxisnahe Tipps zur Umsetzung der Ernährungsempfehlungen im Alltag (76,2 % der befragten Personen stimmten dem völlig zu, 22,2 % stimmten dem eher zu). Lediglich 1,5 % der Teilnehmer:innen konnten nur einen mäßigen bzw. keinen Praxisbezug der erhaltenen Tipps erkennen (stimmten der Aussage eher nicht zu bzw. nicht zu) (k.A. = 0,2 %).

Die Zustimmung, dass der Workshop viele praktische Tipps für den Alltag enthält, ist in allen Bundesländern groß. Betrachtet man die Antwortmöglichkeiten „stimme völlig zu“ und „stimme eher zu“ gemeinsam, erreichen alle Bundesländer eine Zustimmungsrate von 95,0 % und mehr.

„Der Workshop enthielt viele praxisnahe Tipps zur Umsetzung im Alltag“ (Bundesländervergleich)

Abbildung 4.7: „Der Workshop enthielt viele praxisnahe Tipps zur Umsetzung im Alltag“ (Bundesländervergleich)

4.4.2 Zuversicht, die gehörten Inhalte und Empfehlungen umsetzen zu können

Die Evaluationsteilnehmer:innen waren sehr zuversichtlich (66,1 %) bzw. eher zuversichtlich (32,0 %), die im Workshop gehörten Inhalte und Empfehlungen umsetzen zu können. 1,8 % gaben an, weniger zuversichtlich zu sein (k.A. = 0,2 %).

Der Bundesländervergleich zeigt, dass in allen Bundesländern der Großteil der Teilnehmer:innen sehr zuversichtlich bzw. eher zuversichtlich war, die gehörten Inhalte und Empfehlungen gut umsetzen zu können. Werden die Antwortmöglichkeiten „sehr zuversichtlich” und „zuversichtlich” gemeinsam betrachtet, erreichen alle Bundesländer eine Zuversichtsrate von 92,1 % und mehr. Die höchsten Zuversichtsraten erreichten die Bundesländer Wien (100,0 %), Niederösterreich (100,0 %), Burgenland (100,0 %) und Tirol (100,0 %).

Zuversicht, die gehörten Inhalte und Empfehlungen umsetzen zu können (Bundesländervergleich)

Abbildung 4.8: Zuversicht, die gehörten Inhalte und Empfehlungen umsetzen zu können (Bundesländervergleich)

4.5 Änderungsvorschläge, Wünsche und Anmerkungen

Am Ende des Fragebogens haben insgesamt 96 Teilnehmer:innen Änderungsvorschläge, Wünsche und Anmerkungen hinterlassen (Steiermark: 31, Oberösterreich: 15, Salzburg: 15, Wien: 13, Niederösterreich: 9, Kärnten: 8, Tirol: 3, Burgenland: 2). Die einzelnen Kommentare der Teilnehmer:innen sind in der Detailauswertung (des jeweiligen Bundeslandes) aufgelistet.

4.6 Kennwerte

Folgende Tabellen geben eine Übersicht über die berechneten Kennwerte (Mittelwert bzw. Median) für Österreich und die Bundesländer. In Klammer ist die Anzahl der Evaluierungsteilnehmer:innen ohne Berücksichtigung der fehlenden Werte angegeben. Bei Fragen zur Schwangerschaft wurden nur die Angaben von schwangeren Evaluierungsteilnehmerinnen ausgewertet.

Tabelle 4.10: Übersicht Mittelwerte (nur schwangere Teilnehmerinnen)
Inhalte Ö (617) W (49) NÖ (43) B (4) OÖ (80) S (160) T (26) ST (224) K (31)
Alter der schwangeren Teilnehmerinnen (in Jahren) 31,6 32,5 32,2 29,5 30,8 31,6 31,0 31,7 31,3
Schwangerschaftswoche 21 19 21 12 19 20 20 24 21
Anzahl Schwangerschaften 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Größe (in cm) 167 167 167 165 166 167 167 168 166
Gewicht (in kg) 70,6 71,6 69,7 60,5 66,7 67,5 69,0 74,2 71,9
Gewicht vor Schwangerschaft (in kg) 65,8 68,6 65,6 59,2 62,9 63,8 64,8 67,7 66,4
BMI vor Schwangerschaft (kg/m²) 23,5 24,2 23,7 21,6 22,8 22,8 23,2 24,0 24,0
Tabelle 4.11: Übersicht Medianwerte
Inhalte Ö (663) W (51) NÖ (52) B (5) OÖ (95) S (161) ST (30) K (231) Ö (38)
Zufriedenheit mit organisatorischem Ablauf ¹ 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Zufriedenheit mit TrainerIn ¹ 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Zufriedenheit mit Inhalten des Ernährungsworkshops ¹ 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Zufriedenheit mit Ernährungsworkshop insgesamt ¹ 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Der Workshop enthielt praxisnahe Tipps² 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Zuversicht, Inhalte und Empfehlungen des Workshops umsetzen zu können³ 1 1 1 1 1 1 1 1 1

¹ Bewertungsskala: (1) zufrieden, (2) eher zufrieden, (3) eher nicht zufrieden, (4) nicht zufrieden

² Bewertungsskala: (1) stimme völlig zu, (2) stimme eher zu, (3) stimme eher nicht zu, (4) stimme nicht zu

³ Bewertungsskala: (1) sehr zuversichtlich, (2) eher zuversichtlich, (3) weniger zuversichtlich, (4) gar nicht zuversichtlich

4.7 Kreuztabellen

Folgende Tabellen zeigen die Antworthäufigkeiten zu den Fragen Werbung für den Workshop, Selbstwirksamkeit, praxisnahe Tipps und Zufriedenheit nach Schulausbildung bzw. nach Staatsangehörigkeit.

In der Ausbildungskategorie „Uni/FH” haben die meisten Teilnehmer:innen von „ihren Familien/Freund:innen“ vom Workshop erfahren. Von „ihrer Gynäkologin/ihrem Gynäkologen“ oder „sonstigen Quellen” haben die meisten Teilnehmer:innen der Ausbildungskategorie “AHS/BHS” erfahren. Die Informationen zum Workshop von „der Homepage der ÖGK” haben die meisten Teilnehmer:innen der Ausbildungskategorien „Lehre mit Matura”, „BMS” und „Pflichtschule ohne Lehre”. Die Personen mit einer „Pflichtschule mit Lehre” haben die Informationen zum Workshop von „ihren Familien/Freund:innen” und sonstigen Quellen erhalten (siehe Tabelle 4.12). Beim Vergleich der Werbung nach Staatsangehörigkeit (Tabelle 4.16) war „Familie/Freund:innen“ die häufigste Angabe der Österreicher:innen und „sonstige Quellen” der Nicht-Österreicher:innen. Teilnehmer:innen aller Ausbildungskategorien stimmten „völlig zu“, dass der Workshop viele praxisnahe Tipps zur Umsetzung der Ernährungsempfehlungen im Alltag (Tabelle 4.14) enthielt und waren „sehr zuversichtlich“ die gehörten Inhalte und Empfehlungen (Tabelle 4.13) umsetzen zu können. Teilnehmer:innen aller Ausbildungskategorien waren mit den Workshops insgesamt „zufrieden“.

Tabelle 4.12: Antworthäufigkeiten zu Werbung nach Ausbildung in %
Angaben in % Uni/FH AHS/BHS LmMat BMS PML POL
ÖGK Ambulatorium/ Gesundheitszentrum/MuKiPa Stelle 11.9 15.3 0 14.7 15.6 0
Gynäkologin/Gynäkologe 21.4 22.1 21.1 23.5 9.4 0
Apotheke 0.5 0 0 2.9 0 0
Allgemeinmediziner:in 0.7 0.8 0 0 0 0
Homepage ÖGK 20.7 9.9 36.8 26.5 14.1 66.7
Facebook 7.8 13 15.8 8.8 15.6 0
www.richtigessenvonanfangan.at 10.5 6.1 5.3 5.9 4.7 0
andere Internetseite 6.1 6.9 5.3 2.9 6.2 33.3
Zeitschrift ÖGK 1.2 2.3 0 2.9 1.6 0
Aussendung ÖGK 1.7 4.6 0 5.9 6.2 0
Familie/Freund:innen 22.6 16.8 15.8 26.5 20.3 0
Sonstige 21.7 22.1 21.1 11.8 20.3 33.3
Tabelle 4.13: Antworthäufigkeiten zu Selbstwirksamkeit nach Ausbildung in %
Angaben in % Uni/FH AHS/BHS LmMat BMS PML POL
sehr zuversichtlich 64.6 68.7 63.2 67.6 70.3 66.7
eher zuversichtlich 32.5 30.5 36.8 32.4 29.7 33.3
weniger zuversichtlich 2.7 0.8 0 0 0 0
gar nicht zuversichtlich 0 0 0 0 0 0
  1. A.
0.2 0 0 0 0 0
Tabelle 4.14: Antworthäufigkeiten zu praxisnahen Tipps nach Ausbildung in %
Angaben in % Uni/FH AHS/BHS LmMat BMS PML POL
stimme völlig zu 76.5 77.1 73.7 67.6 78.1 66.7
stimme eher zu 21.8 20.6 26.3 29.4 21.9 33.3
stimme eher nicht zu 1.5 2.3 0 2.9 0 0
stimme nicht zu 0 0 0 0 0 0
  1. A.
0.2 0 0 0 0 0
Tabelle 4.15: Antworthäufigkeiten zu Zufriedenheit nach Ausbildung in %
Angaben in % Uni/FH AHS/BHS LmMat BMS PML POL
zufrieden 87.6 92.4 84.2 88.2 95.3 100
eher zufrieden 10.2 6.1 15.8 11.8 4.7 0
eher unzufrieden 1.7 1.5 0 0 0 0
unzufrieden 0.2 0 0 0 0 0
  1. A.
0.2 0 0 0 0 0
Tabelle 4.16: Antworthäufigkeiten zu Werbung nach Staatsangehörigkeit in %
Angaben in % Österreich andere
ÖGK Ambulatorium/ Gesundheitszentrum/MuKiPa Stelle 13.1 8.8
Gynäkologin/Gynäkologe 20.2 22.1
Apotheke 0.5 0
Allgemeinmediziner:in 0.7 0
Homepage ÖGK 18.9 19.1
Facebook 10.3 5.9
http://www.richtigessenvonanfangan.at 8.6 8.8
andere Internetseite 5.9 8.8
Zeitschrift ÖGK 1.5 1.5
Aussendung ÖGK 3 1.5
Familie/Freund:innen 22.1 13.2
Sonstige 20.4 27.9

4.8 Zusätzliche Informationen zu Ernährung in der Schwangerschaft

Andere Werbung für den Workshop (gruppiert)

Krankenhaus/Hebamme/Arzt (18): Hebamme (12), Betriebsarzt (2), Hebammenzentrum (1), Klinik Ragnitz (1), Krankenhaus BH (1), Spital (1);

Elterngruppe (12): Geburtsvorbereitungskurs (5), EBZ (1), EBZ Fernitz (1), EBZZBE (1), EKIZ (1), Eltern-Kind-Zentrum Voitsberg (1), Gymnastik (1), Yoga (1);

Infomaterial (8): AK OÖ (1), Beiligende Broschüre beim Mutter-Kind-Pass (1), Buch der Kinderwunschklinik (1), Flyer im ELKI (1), Geburtsmappe Unterlagen (1), Hebammen.at Broschüre (1), Infoblatt im Mutter-Kind-Pass (1), LKH-Poster (1);

Zeitung (4): Anzeige im Kärntner Bauer (1), Rundschau (1), Zeitschrift gesund+leben (1), Zeitung (1);

Arbeitsumfeld (2): Arbeitgeber (1), Recherche über Ernährung im Zuge meiner Bachelorarbeit (1);

Workshop/Seminar (2): Infoveranstaltung Ragnitz und Leonhard (1), Vortrag: Gut zu Wissen von MA11 und Frühen Hilfen (1);

Fachberatung (1): Diätologin (1);

Rundfunk (1): Radio (1);

Sonstiges (1): Babymesse (1);


  1. BMI berechnet auf Basis der Klassifikation der World Health Organization (WHO).↩︎

  2. Andere Staatsangehörigkeit (wenn angegeben): Deutschland (18), Kroatien (5), Italien (4), Spanien (4), Bulgarien (3), Rumänien (3), Russland (3), Tschechien (3), Ungarn (3), Bosnien und Herzegowina (2), Serbien (2), Slowakei (2), Slowenien (2), USA (2), Albanien (1), Belgien (1), China (1), Griechenland (1), Iran (1), Mexiko (1), Niederlande (1), Polen (1), Schweiz (1), Ukraine (1), Weißrussland (1)↩︎

  3. Andere Versicherungsträger (wenn angegeben): KFA (7), LKUF (3), KFG (2), KFL (2), AOK (1), BKK Scheufelen (Deutschland) (1), KFG+KFL (1), KVA (1), Merkur (1), Techniker Krankenkasse (Deutschland) (1)↩︎

  4. Andere genannte Internetseiten für den Workshop: Instagram (3), Geburtsinfo.wien (2), Google (2), Privatklinik Ragnitz (2), Eltern-Kind-Zentrum (1), GKK (1), Soziale Medien (1)↩︎

  5. siehe Kapitel “Zusätzliche Informationen zu Ernährung in der Schwangerschaft↩︎